Im Podcast des Vereins für Baukultur e.V.

Rüdiger Andreßen, in 4. Generation überzeugter Kieler, erlebte Zerstörung und Wiederaufbau Kiels. Sah – zunächst als Kaufmann ganz praktisch, dann an verschiedenen

Hochschulen Deutschlands tätig – stets über den Tellerrand hinaus. Lebte und lehrte 20 Jahre lang bis 2018 zu großen Teilen in Georgien. Er möchte, dass die spannende Vergangenheit Kiels wahrnehmbarer und die historische Mitte hautnah erlebbar wird und aus diesen Wurzeln das Schlossareal in das sich neu entwickelnde Stadtzentrum hineinwächst.

Cordelia Andreßen, in Berlin geboren und aufgewachsen, ist seit 1972 Wahlkielerin, allerdings weiterhin mit einem ständigen „Koffer in Berlin“. Als Diplomvolkswirtin und Ärztin arbeitete sie zunächst klinisch, den größten Teil ihres Berufslebens dann im öffentlichen Gesundheitswesen, in der Ärztekammer und zuletzt im Wissenschaftsministerium.

Seit Jahren beschäftigt sich das Ehepaar mit der Geschichte direkt vor seiner Haustür – auch durch die Mitwirkung im „Zarenverein“, der dem 1728 im historischen Pelli-Bau, dem Westflügel des Schlosses, geborenen Kieler Jung’ auf dem russischen Zarenthron, Peter III., ein Denkmal setzte.

Rüdiger und Cordelia Andreßen legen den Kielern und ihren Gästen die durchaus beeindruckende Stadtgeschichte und das Schloss ans Herz und erklären, welcher „Schatz“ sich hinter der kühlen zeitgenössischen Anmutung verbirgt. Mit einem eigens dafür gebauten Modell dokumentieren sie, wie das gesamte Areal in die Zukunft mitgenommen und das denkmalgeschützte Ensemble, wie 1965 intendiert, wieder zum Kulturzentrum, zur „Akropolis“ von Kiel, weiterentwickelt werden kann.